Spielende Kinder

Was Babys gerne spielen

Babys und kleine Kinder brauchen nur wenige Dinge. Wenn Sie beginnen, die Welt zu erkunden, mit dem Mund, etwa ab dem vierten Monat, mit den Händen etwa ab dem sechsten Monat und mit den Augen etwa ab dem achten Monat, reichen, um die Neugier und Lernbegierde zu befriedigen, wenige Gegenstände. Das riesige Angebot an Spielsachen für Babys  macht die Auswahl einerseits schwer, andererseits sollten Sie wissen, dass Babys in diesem Alter „eigentlich“ noch gar keine Spielsachen brauchen. Wenn Sie einige Dinge in unterschiedlicher Größe, Form, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit haben, beispielsweise eine kleine, fest verschlossene Dose mit Bohnen als Rassel, ein Plastikring, ein Papierknäuel, ein Stückchen Stoff oder verschiedenfarbige Schwämme, wird das in der Regel völlig ausreichend sein.

 

Nie zu viele Spielsachen gleichzeitig

Viele Eltern stehen überfordert im „traumhaften Kinderland“ und wissen nicht, was sie kaufen sollen, weil Mami und Papi es ja doch so gerne möchten. Ähnlich ergeht es aber häufig auch dem Baby zu Hause, wenn sie in einem Bettchen voller Spielsachen liegen. Geben Sie Ihrem Kleinen nie zu viele Spielsachen gleichzeitig, von der Menge sind sie nämlich völlig überfordert und verlieren häufig die Lust am Spielen. Wenn sie neue Spielsachen anbieten, sollten Sie die bereits langweilig gewordenen Dinge (erst einmal) auf die Seite legen, das heißt verstauen.

 

Was Babys gerne spielen

Babys spielen gern mit Mamas Küchenausstattung

Mit etwa acht Monaten wird das Kind Gegenstände zunehmend als Mittel zum Zweck einsetzen. Mit einem Löffel kann es gezielt auf einen Topf schlagen, ein Stehaufmännchen wird es immer wieder umkippen, weil es halt so lustig ist und eine Rassel wird zunehmend den lieben langen Tag geklappert und geschüttelt. Mit etwa neun Monaten lernt das Baby räumliche Beziehungen zwischen den verschiedenen Gegenständen kennen. Sie üben dann gerne Dinge in Dosen hinein- und wieder heraus zu räumen oder auch einfach mit den Dingen, welche sich in der Dose befinden durch die Gegend zu werfen. Jetzt ist der Haushalt mit seinen Pfannen, Bechern, Körben, Plastikbehältern, Löffeln und Dosen ein unermüdlicher Fundus fürs Spielmaterial – vor allem die Küche, mit vielen Kästchen, Laden und Auszügen, eignet sich als Spielplatz hervorragend. Faszinierende raffinierte Bewegungsmöglichkeiten und Leuchteffekte technischer Spielsachen machen das Kleine eher zum Beobachter, anstatt es selbst in Tätigkeit zu versetzen. Mit den vorgefertigten Activity-Centern kann sich das Kind nicht kreativ beschäftigen, denn Phantasie hat hier schon jemand anderer bewiesen und wird deshalb vom Kleinen nicht verlangt. Denken Sie beim Kauf von diversen Spielsachen auch daran, dass Babys nicht durch Belehrung lernen, sondern durch Nachahmung.

 

Kurzum machen sich die meisten Eltern zu viele Gedanken, womit sie den Alltag des Nachwuchses versüßen könnten und geben dafür auch meistens zu viel Geld aus, was unsere Spielzeugindustrie natürlich sehr erfreut. Doch die kleinen Erdenbürger sind eigentlich sehr genügsam und brauchen kein „Zuviel“ des gut Gemeinten. Zeigen Sie Ihrem Kind stattdessen lieber welche lustigen, spannenden Dinge man mit ganz simplen Gegenständen, welche in jedem Haushalt zu finden sind, „anstellen“ kann.

 

Autor: Redaktion / Katrin

Fotocredit:  Monkey Business Images, Syda Productions /Shutterstock.com

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