Vater und Kind

Tragespiele machen Babys richtig Spaß

Wenn eine Mutter ihr Baby trägt, kann sie das auf verschiedene Arten tun. Es eng an sich gedrückt haben, still werden und es beruhigen, mit beiden Händen umfassen – oder es praktisch mit einem Arm im Sicherheitsgriff auf der Hüfte festklemmen. So oder so, das Kind bleibt passiv, es gibt aber auch andere Griffe bei denen das Kind aktiv am Geschehen beteiligt ist. Es versucht seinen Körper in eine angenehme Lage zu bringen, es will gucken und hebt den Kopf, es streckt sich intensiv ganz gerade vom Scheitel bis zu den Zehen. Wenn die Mutter mit dem Baby durch die Wohnung tanzt, will es den Kontakt zu ihr nicht verlieren – und passt sich deshalb an, um mitzuhalten. Ihre Bewegungen stimulieren das Kind seine Körperbeherrschung zu trainieren – scheinbar ganz nebenbei. Mit Tragespielen wird schon in den ersten Lebensmonaten der Bewegungsapparat des Kindes angeregt – und das unterstützt die Entwicklung des Gehirns.

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Baby langsam an Tragespiele gewöhnen

Tragespiele sind gedacht für wache, ausgeschlafene Babys, denn es ist anstrengend, die Muskeln zu benutzen, sich auszubalancieren, den Kopf zu halten. Deshalb sollten Mütter Ihre Babys nicht überstrapazieren. Wenn das Baby den Kopf senkt oder sich abwendet, muss Schluss sein. Anfangs vielleicht schon nach wenigen Minuten. Wichtig: Immer die Seiten wechseln, damit sich keine Einseitigkeit bildet.

 

Bäuerchen

Das Baby liegt an der Schulter der Mutter, wie zum Aufstoßen, dabei sitzt es auf Ihrem Unterarm. Mit der anderen Hand stützt es die Mutter zwischen den Schulterblättern. So kann das Kind wählen: Beim Bäuerchen den Kopf halten und umhergucken oder sich auf der Schulter der Mutter ausruhen. Variation: Das Kind höher halten, auch seine Arme auf die Schulter der Mutter legen.

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Flieger

Das Kind liegt auf dem Bauch, auf dem Arm der Mutter, seine Ärmchen sind frei vor ihrem Unterarm. So hält es für einige Sekunden oder Minuten selbst seinen Kopf. Wenn es müde wird, kann die Mutter den Ellbogen etwas vorziehen, so wird das Baby gestützt.

 

Tragespiele

Symbolischer Sitz

Hier kommt die Stabilität vom Rücken – die Mutter hält das Baby über seiner Brust fest und lehnt es an sich. Ihr Unterarm hält es nur symbolisch, das Kind sitzt nicht wirklich. Eine schöne Haltung, um umherzugehen oder zu tanzen. Die Bewegung der Mutter regt das Kind an, seinen Körper auszubalancieren und ihre Nähe zu halten.

 

Schalengriff

So hält man ein Baby sicher: Finger gespreizt auf dem Rücken, Daumen auf dem Brustkorb, nicht zu knapp unter den Achseln seitlich (wichtig) hochheben und seitlich zurücklegen. Dabei hält das Baby Kopf, Wirbelsäule und Beine in einer Linie. Das stimuliert die Muskeln und strengt an. Das Kind kann, unterstützt durch seine Nackenfalten, seinen Kopf selbst halten.

 

Seitenlage

Ganz ungewohnt: Der Rücken des Babys ist fest am Bauch der Mutter und wird so gestützt, sein Kopf liegt auf ihrem Unterarm. Die Mutter kann ihren Ellbogen ganz vorsichtig ein Stückchen nach hinten nehmen – dann muss das Kind seinen Kopf einen Moment selbst halten.

 

Tragespiele bedeuten für das Baby Arbeit. Es ist zufriedener, hat Hunger, wird müde und schläft besser. Denn so getragen zu werden ist nicht nur anregend, sondern auch anstrengend!

 

Autor: Redaktion / Andrea

Fotocredit: Halfpoint, Lopolo /Shutterstock.com

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