familie unter dem christbaum

Weihnachtsbräuche in Österreich

So feiern die Bundesländer Weihnachten

Weihnachten ist ein Fest der Familie und Traditionen. Jede Familie hat ihre eigenen Bräuche rund um die Weihnachtsfeiertage. Welche Weihnachtsbräuche es in den österreichischen Bundesländern gibt, stellen wir Ihnen heute vor.

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Weihnachtsbräuche in Tirol

Das Bundesland Tirol verbringt Weihnachten meistens tief verschneit. Ein dazu passender Weihnachtsbrauch sind die Weisenbläser, die im Advent in den Abendstunden von Haus zu Haus zogen und denen wir Kinder auch in dichtem Schneetreiben begeistert lauschten.

In Tirol wird der Christbaum mit selbstgebasteltem Schmuck, wie zum Beispiel Strohsternen, goldfarbigen Nüssen und Äpfeln geschmückt. Darunter steht nach einem Tiroler Weihnachtsbrauch eine Krippe. Die Krippenszene stellt die Geburt Jesus dar, doch ohne die Heiligen Drei Könige. Die werden erst am 6. Jänner dazugestellt. In manchen Dörfern gehen die Bewohner von Haus zu Haus und schauen sich die Krippen an.

Traditionell essen Tiroler am Heiligabend eine Fleischsuppe mit Nudeln und Würsteln. Auch Kiachl sind in manchen Gegenden Tradition.

Weihnachtsbräuche in Salzburg

In Salzburg gehören die Schnabelperchten, Tresterer und Anglöckler zu den Weihnachtsbräuchen. Sie ziehen durch in den Winternächten durch die Gassen, verbreiten Gruseln und fasziniertes Staunen. Ein uralter Salzburger Weihnachtsbrauch ist das sogenannte Anglöckeln. An drei Donnerstagen vor Weihnachten – den sogenannten Klöpfelnächten – ziehen die Anglöckler von Haus zu Haus.

Zwölf Raunächte kennt man in Salzburg ebenfalls: Sie beginnen mit dem 21. Dezember und enden am 6. Jänner. Viele pflegen bis heute diesen Brauch: Mit der Rauchpfanne zieht man durchs Haus und durch die Stallungen und über den Hof: Oftmals wird das „Räuchern“ dadurch ergänzt, dass man Weihwasser sprengt oder den Rosenkranz betet.

Kulinarisch verwöhnen sich Salzburger mit dem Kletzenbrot. In den Monaten vor Heilig Abend wird es zu jeder Tageszeit gerne gegessen.

 

Weihnachtsbräuche in Österreich

Weihnachtsbräuche in Kärnten

In Kärnten gehört das Schmücken des Christbaums zu den Weihnachtsbräuchen. Hierzu kommt die ganze Familie zusammen. Besonders früh beginnt die Vorweihnachtszeit für die Kärntner. Mit dem Andreastag am 30. November starten die Kärntner ihre Vorweihnachtszeit. Die Schuhe von den Mädchen werden geworfen, mit dem Spruch: „Schuah aus, Schuah ein, wo wer i übers Johr sein?“ Wenn die Schuhspitze ins Zimmer schaut, bleibt das Mädchen im Haus, wenn der Schuh hinauszeigt, wird es heiraten. Auch ein Laib Brot und ein Messer wurden auf den Tisch gelegt. Um Mitternacht sollte der Zukünftige beim Tisch sitzen und ein Stück Brot abschneiden. Beim „Bettstattl-Treten“ wurde der Spruch aufgesagt: „Bettstattl, i tritt di, liaba Andra, i bitt di, loss mir heit Nocht erscheinen den Herzallerliebsten meinen.“ Eine Bauernregel zum Andreastag lautet: „Andrea bringt Schnea, Nigglo is er do.“. Es ist auch die erste Anklöcklernacht, die auch in Kärnten zu den Weihnachtsbräuchen gehört.

Der 24. Dezember ist ein strenger Fasttag und die Nacht wird traditionell auf Stroh verbracht, denn „das Christkind hatte auch kein Bett!“

Weihnachtsbräuche in Oberösterreich

In Oberösterreich sind die Turmbläser vor der Christmette eine Weihnachtstradition. Der Heiligabend gilt auch als Räuchernacht. Mit Weihrauch gehen Familien in Oberösterreich durch die Häuser und halten das Unheil ab.

Kulinarisch gehört der Bratwürstl-Sonntag am ersten der vier Adventsonntage  zu den Weihnachtsbräuchen in Oberösterreich. ur die wenigsten wissen, dass dieser Brauch um das Jahr 1820 als eine Art erster Werbegag entstanden ist. Ein Fleischmeister bedankte sich für die Treue seiner besten Kunden mit einem deftigen Leckerbissen auf seine Kosten. Diese Bratwürstel waren der kulinarische Höhepunkt vor der anstehenden Fastenzeit, als welche die Adventzeit damals galt. Bratwürstel werden in vielen Familien auch traditionell am Heiligen Abend gegessen, als Zeichen dafür, dass die Fastenzeit vorbei ist.

Traditionelle Gerichte in Österreich

Vorweihnachtszeit in Österreich ohne Vanillekipferl ist nicht möglich. Sie gehören zu den beliebtesten Weihnachtsbäckereien.

Am Heiligabend kommt meist Karpfen oder eine Gans auf den Tisch. Der der Steiermark genießt man am Heiligabend meist eine kalte Platte. Grundsätzlich ist das traditionelle Weihnachtsessen in jeder Familie ein Gericht, das jedes Jahr an Weihnachten gekocht wird.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Romrodphoto, Pressmaster /shutterstock.com

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