Eltern sitzen mit Kindern getrennt

Wieso Eltern zu wenig Zweisamkeit haben

Wie wichtig es ist Zeit zu zweit zu haben

Der Alltag mit Kindern, vor allem wenn sie noch klein sind, ist hektisch, stressig und verlangt jungen Eltern sehr viel ab. Doch dabei sollte das wichtigste nicht aus den Augen geraten: Die Beziehung zum Partner!

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Die Zeit vergeht so schnell

Gerade die ersten Jahre im Leben eines Kindes rasen nur so dahin. In den ersten Monaten lernt Ihr Baby so viele neue Dinge. Sie können mit der ganzen Veränderung nicht mithalten, versuchen jeden Moment zu filmen und später noch einmal anzusehen. Ist Ihr Partner bei der Arbeit, zeigen Sie ihm abends, wenn er oder sie nach Hause kommt die Videos und berichten voller Stolz vom ersten Mal alleine umdrehen, vom ersten Lächeln und den ersten Gehversuchen.

Nach zwei, drei Jahren kommt vielleicht ein Geschwisterkind dazu und die faszinierende Reise vom hilflosen Neugeborenen zum aufgeweckten Kleinkind beginnt von neuem. Außerdem ist Ihr Erstgeborenes ja auch noch da. Es geht jetzt vielleicht schon in den Kindergarten oder gar zur Schule und hat abends beim Essen am Familienesstisch viel zu erzählen, was es den ganzen Tag erlebt hat.

So passiert es. Es vergehen vielleicht zehn Jahre Ihres Lebens wie im Flug und plötzlich drehen Sie morgens den Kopf zur anderen Betthälfte und fragen sich: Kenne ich diese Person überhaupt noch? Wann hatten wir das letzte Mal eine Unterhaltung, die nicht über die Kinder war?

 

Wieso Eltern zu wenig Zweisamkeit haben

Das liebe Geld

Kinder in die Welt zu setzen und sie großzuziehen ist ein kostspieliges Unterfangen. Heutzutage ist es völlig normal, dass beide Elternteile arbeiten gehen und nebenbei noch die Kinder erziehen und einen gemeinsamen Haushalt managen.

Ein typischer Tag beinhaltet die Kinder in die Kinderbetreuung oder zur Schule zu bringen, zur Arbeit zu gehen, die Kinder abholen, eventuell sie noch zu außerschulischen Aktivitäten zu bringen, die ebenfalls Geld kosten, nach Hause kommen, Essen kochen, Kinder ins Bett bringen, das Haus oder die Wohnung putzen, Wäsche waschen und zuletzt erschöpft ins Bett fallen.

Würden Sie nicht arbeiten gehen und dafür Haushalt und Kinder managen, während Ihr Partner Vollzeit arbeitet, würde das Geld am Monatsende knapp werden. Da bringt auch Zweisamkeit Sie nicht weiter.

Das Leben rast also an Ihnen vorbei und bringt auch noch jede Menge Probleme mit sich, die sie entweder gemeinsam oder auch einmal im Alleingang meistern. Irgendwann ziehen die Kinder aus und haben Ihr eigenes Leben, die Pension naht und der Mensch, der seit Jahrzehnten an Ihrer Seite steht, ist ein Fremder geworden. Das gilt es zu verhindern.

Planen Sie Stopps

Drücken Sie die Pausetaste im hektischen Alltag. Geben Sie sich und Ihrem Partner Zeit zu resümieren, zu träumen und zu genießen. Gemeinsame Autofahrten eignen sich besonders gut für diese Stopps. Vielleicht schläft Ihr Baby auf der Rückbank, während Sie zu einem Verwandtschaftsbesuch fahren oder die Kinder sind in andere Dinge vertieft. Sehen Sie Ihren Partner an und fragen Sie: „Kannst du dich noch an diesen tollen Urlaub in XY erinnern?“ oder „Waren das noch Zeiten als die Hochzeitsplanung unsere größte Sorge war.“

Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Ihr Partner nicht gleich auf die Gedankenreise mitgeht. Manchmal sind wir zu verbohrt in den Alltag, dass wir die Bemühungen unseres Partners nicht sehen. Versuchen Sie es weiter. Vielleicht überrascht Sie Ihr Partner ja mit einer Bemerkung beim Schlafengehen, wie „Ja, das waren wirklich noch Zeiten.“ Diese Versuche müssen manchmal auch erst sickern. Seien Sie aber bereit, wenn Ihr Partner es ist.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Iakov Filimonov, fizkes/shutterstock.com

 

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