Baby wird Windel gewechselt

Windelsoor

Windelsoor ist sehr oft eine direkte Folge von Mundsoor und kann während des gesamten Windelalters immer wieder auftreten. Meist verschwindet der Pilzbefall erst zum Ende der Wickelzeit ganz. Zunächst sind kleine rote Stippchen zu sehen und in kürzester Zeit ist der Po rot und wund.

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Zur Vorbeugung und bei der Behandlung von Windelsoor sind Luft, Licht und Kaltwasseranwendungen mit einem Seidenwaschhandschuh äußerst hilfreich, allerdings muss darauf geachtet werden, dass das Kind nicht auskühlt, insbesondere wenn es noch im Neugeborenenalter ist. Denken Sie daran, dass Pilze und auch andere Keime in einem feuchten, dunklen und warmen Milieu die idealen Wachstumsbedingungen vorfinden. Um die Luft in Höschenwindeln besser zirkulieren zu lassen, können Sie die Beinöffnungen am Gummirand einschneiden. Vor allem aber sollten die Windeln besser eine Nummer zu groß sein und das Baby lieber einmal zu oft gewickelt werden. Stoffwindeln müssen unbedingt ausgekocht und heiß gebügelt werden, um die Pilzsporen zu vernichten. Ideal sind zudem Einlagen aus Wildseide, da diese feuchtigkeitsableitende und heilende Eigenschaften haben.

 

Windelsoor

 

Tipps für die Behandlung von Windelsoor

Auf die Benutzung von zinkhaltigen Pasten sollten Sie möglichst verzichten, da diese die saugfähige Schicht der Windel verkleben und erst recht zu einem luftdichten, feuchtwarmen und somit pilzfreundlichen Milieu beitragen. Allerdings ist ein Nystatinpräparat zur Behandlung des Windelsoors manchmal nicht zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass Sie dabei eine zinkfreie Salbenzubereitung wählen, um den Heilungsprozess zusätzlich zu unterstützen. Bei Candida-Behandlungen ist es wichtig, dass die Therapie lange genug, am besten noch einige Tage über die vollständige Abheilung hinaus, durchgeführt wird. Weiterhin ist es wichtig, alle vorbeugenden Maßnahmen beizubehalten. Wie beim Mundsoor, so sollten Sie auch beim Windelsoor unbedingt den Rat Ihrer Hebamme einholen.

 

Sämtliche genannten Maßnahmen sollten konsequent durchgeführt werden, damit sich keine ernsthafte und für das Kind schmerzhafte Windeldermatitis entwickeln kann.

 

Autor: Ingeborg Stadelmann

Fotocredit: ucchie79, michaeljung /shutterstock.com

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