9 Tipps bei Drei-Monats-Koliken

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9 Tipps bei Drei-Monats-Koliken

Drei-Monats-Koliken sind nicht nur für Babys unangenehm – auch die Eltern stehen unter Spannung. Wenn das Kind mit hochrotem Kopf schreit, die Fäustchen fest zusammenballt, die Beinchen anzieht und ohne Unterlass weint, hat es schlimmes Bauchweh. Im Folgenden haben wir 10 Tipps für Sie, die Ihrem Kind, und auch Ihnen, die Zeit durch die Drei-Monats-Koliken erleichtern sollen.

Tipp 1: Heilpflanzen wirken beruhigend

Nach der Geburt müssen sich der Magen und der Darm erstmal auf ihre neue Arbeit einstellen. Während der Drei-Monats-Koliken leidet so manches Baby unter starkem Bauchweh. Mit Anis, Fenchel, Kamille und Kümmel kann man kleine Bäuche hervorragend milder stimmen. Diese Heilpflanzen wirken gegen Krämpfe, lösen Blähungen und beruhigen zudem die Schleimhäute.

Rezept-Tipp: Einen gestrichenen Teelöffel Anis und Fenchel leicht zerdrücken und mit einem viertel Liter kochendem Wasser aufgießen, anschließend für 10 Minuten ziehen lassen!

 

Tipp 2: Milchzubereitung nach Plan

Bekommt Ihr Baby anstatt der Muttermilch eine Milchnahrung zubereitet, sollten folgende Punkte vor der Fütterung beachtet werden:

  • Geben Sie Ihrem Kind die Flasche erst, nachdem sich der beim Schütteln entstandene Schaum merklich zurückgebildet hat. Luftbläschen werden nämlich vom Kind mitgetrunken und können zu schmerzhaften Blähungen führen.
  • Halten Sie beim Füttern die Flasche immer ein wenig schräg. So bleibt der Sauger konstant mit Flüssigkeit gefüllt und das Kind trinkt keine Luft mit.
  • Beachten Sie die richtige Saugergröße und kontrollieren Sie zudem das Loch. Viele Babys mühen sich beim Ansaugen regelrecht ab, wenn das Loch zu klein ist. Hierbei saugen sie oftmals  auch Luft ein.

Tipp 3: Angenehme Geräuschkulissen entspannen Babys Bauch

Stress und Hektik machen nicht nur uns Erwachsene nervös – auch Babys haben damit Probleme und dies kann ihnen oftmals auf den Magen schlagen. Viele Kinder beruhigend sich zusehends, wenn sie monotone Geräusche hören. Ein rauschendes Radio, eine angeschaltete Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine sowohl ein fahrendes Auto bewirken häufig Wunder. Das gefällt Ihrem Baby sehr gut und lässt es entspannen.

 

Tipp 4: Der Fliegergriff

Leichter Druck auf den Bauch verschafft Babys oft Erleichterung. Doch wie kann man dies schaffen? Mit dem Fliegergriff! Und so geht´s: Legen Sie Ihr Kind bäuchlings auf Ihren Unterarm, sichern Sie den Babykopf in Ihrer Armbeuge und nutzen Sie den freien Arm, um die Beinchen zu halten. In dieser Haltung tragen oder schaukeln Sie nun das Kind. Das Kind spürt den leichten Druck auf dem Bauch und kann dabei zusätzlich seine Beinchen anwinkeln.

 

Tipp 5: Pucken

Von Hebammen weiß man aus Erfahrung, dass Pucken bei Säuglingen beruhigend und tröstend wirkt. Das Baby wird beim Pucken mittels besonderer Technik straff in ein Tuch gewickelt, so dass es ähnlich wie im Mutterleib liegen kann. Bei Babys mit Drei-Monats-Koliken soll das Pucken wahre Wunder helfen: Die Kinder finden schneller in den Schlaf, weil sie sich wie in Mamas Bauch zurückversetzt fühlen.

 

Tipp 6: Bewegung

Nicht nur bei uns Erwachsenen schafft Bewegung Erleichterung, auch Babys mit Bauchweh können hiervon profitieren, damit die Verdauung besser funktioniert. Gehen Sie mit Ihrem Baby häufig an die frische Luft. In einem Tragetuch verstaut erfährt es zudem die Bewegungen von Mama und Papa, was anregend auf Babys Darmtätigkeit ist.

 

Tipp 7: Massagegriffe

Eine wärmende Bauchmassage beruhigt nicht nur das Baby, es unterstützt auch die Darmfunktion. Streichen Sie dafür mit Ihrem Zeigefinger im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel Ihres Babys. Mit einem lauwarmen Kümmelöl oder der „Windsalbe“ rutscht nicht nur der Finger besser, auch die ätherischen Öle wirken hilfreich.

 

Tipp 8: Wohltuende Wärme

Leiden wir unter Bauchschmerzen, so ist eine Wärmflasche ein gern genutztes Hilfsmittel. Dies oder ein Kirschkernkissen können auch Ihrem Kind helfen. Die Wärme wirkt entkrampfend, so dass Ihr Kind auch entspannen kann. Achten Sie dabei darauf, dass das Kirschkernkissen oder die sehr gut verschlossene Wärmflasche nie zu heiß wird. V

 

Tipp 9: Ruhe

Drei-Monats-Koliken können sehr anstrengend sein. Nicht nur für das Kind, auch die Eltern sind oftmals ratlos und irgendwann auch einfach nur noch erschöpft. Es ist daher sehr ratsam, sich abzuwechseln, damit ein Partner „Luft holen kann“, um neue Kraft zu schöpfen. Vielleicht können Sie sich auch mit Verwandten, Freunden und den Großeltern arrangieren – scheuen Sie sich nicht Hilfe von außen anzunehmen! Wenn Ihre Kraft aufgebraucht ist, dann dürfen Sie gern andere um Beistand bitten.

 

Gut zu wissen: Drei-Monats-Koliken sind für Babys zwar anstrengend und schmerzhaft, aber sie sind dennoch kerngesund.  Hat Ihr Kind jedoch einen harten Bauch, Fieber oder spuckt, so sollten Sie schnell einen Arzt konsultieren.

 

Fotocredit: ucchie79/Shutterstock.com

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