Aufmerksamkeitsdefizit bei Kindern

Aufmerksamkeitsdefizit beim Kind

Fehlende Aufmerksamkeit, also das Aufmerksamkeitsdefizit beim Kind, kann sich schon im frühen Alter zeigen. Dieses Phänomen war schon in alten Zeiten bekannt. Wer kennt nicht die Geschichte vom Zappelphilipp, der nicht still sitzen kann und schließlich so an der Tischdecke zieht, dass die gute Suppe auf dem Boden landet?

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Die Symptome für das Aufmerksamkeitsdefizit beim Kind

Das Kind fällt dadurch auf, dass es sich nicht auf eine Aufgabe konzentrieren kann. Es träumt vor sich hin und lässt sich leicht ablenken, es reagiert impulsiv und scheinbar ohne zu denken. Es redet zu viel, macht sich wichtig und unterbricht andere, und es kann auch zu Wutausfällen neigen.

Nicht immer heißt dies, dass beim Auftreten eines solchen Symptoms gleich ein Aufmerksamkeitsdefizit beim Kind vorliegt. Es kommt auf das Gesamtverhalten des Kindes an. Manche Kinder können schon mit drei Jahren flüssig reden, und andere träumen auch noch mit vier vor sich hin. Die Entwicklung verläuft nicht bei jedem Kind gleich, und man sollte es auch nicht immer mit Gleichaltrigen vergleichen, die schon dieses und jenes können. Manch ein Kind braucht eben noch etwas länger für seine Entwicklung. Die Eltern sollten ihm dazu ausreichend Zeit geben.

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Es nützt dem Kind wenig, wenn es mit sechs Jahren bereits in die Grundschule geht, wenn es sich dort dann nicht wohlfühlt und nicht so mitkommt, wie das ein Jahr später der Fall sein würde.

 

Aufmerksamkeitsdefizit beim Kind

Ursachen und Hilfen

Als Ursachen für ein ernsthaftes Aufmerksamkeitsdefizit beim Kind vermutet man genetische Gründe, aber auch Einflüsse aus dem Umfeld. Und eben auch neurobiologische Vorgänge. Das Gehirn ist einfach noch nicht so weit, dass es die Vielfalt der Informationen richtig verarbeiten kann.

Zunächst einmal sollte man das Kind aufmerksam beobachten und ihm Beachtung schenken. Meist fällt ein solches Defizit ja schon im Kindergarten auf. Das Gespräch mit den Erzieherinnen hilft, eine eventuell notwendige Behandlung erkennen zu können. Man sollte nicht gleich die schlimmsten Dinge vermuten, andererseits aber auch notwendige Hilfen nicht verweigern, weil man es nicht wahrhaben will. Es geht um das Kind. Wenn man gemeinsam mit der Erzieherin, die ja den Vergleich mit anderen Kindern hat, zu dem Ergebnis kommt, dass eine Hilfe sinnvoll wäre, dann sollte man sie dem Kind auch angedeihen lassen.

Liegt tatsächlich ein Aufmerksamkeitsdefizit beim Kind vor und wird es rechtzeitig erkannt, dann bestehen gute Chancen, das Defizit zu beseitigen. Wenn das schon vor dem Schulalter gelingt, ist dies natürlich wesentlich besser. Im anderen Falle sollte man die geeignete Schule wählen, um eine Überforderung auszuschließen.

Fotocredit: Kamelia Ilieva /Shutterstock.com

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