Hyperaktivität

Hyperaktivität bei Kindern

Von Hyperaktivität bei Kindern spricht man, wenn sie überhaupt nicht mehr still sitzen können. Das fällt beispielsweise im Schulalltag auf. Doch muss man nicht immer gleich an das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS) denken, das dann allerdings einer ärztlichen Behandlung bedarf.

Hyperaktivität bei Kindern – der Zappelphilipp

Wer kennt nicht den Struwwelpeter? Da gibt es den Zappelphilipp, der nicht einmal bei Tisch still sitzen kann und schließlich das Tischtuch mit der Mahlzeit vom Tisch zieht und darunter begraben wird. Das ist natürlich das extreme Beispiel. So weit muss es nicht kommen.

Kinder sind je nach ihrem Temperament mehr oder weniger bewegungsfreudig. Eltern sollten sich sogar darüber freuen, wenn das Kind bewegungsfreudig ist. Dann ist es weniger von dem heute oft anzutreffenden Übergewicht betroffen.

Hyperaktivität bei Kindern – was kann man tun?

Hyperaktivität bei Kindern – da kann man zunächst einmal den Bewegungsdrang in die richtigen Bahnen lenken. Dazu zählt beispielsweise die Wahl einer geeigneten Sportart. Denn ein normales Kind wird schließlich auch einmal müde und damit automatisch ruhiger. Da ist der Sport dann der richtige Ausgleich dafür, dass es beispielsweise in der Schule ruhig sitzen muss. Auch die Schule kann auf die Bewegungsfreudigkeit der Kinder Rücksicht nehmen und den Unterricht entsprechend gestalten.

Als Eltern sollte man sehr aktive Kinder auch nicht zum Stillsitzen zwingen, wo dies nicht notwendig ist. Bei kleinen Kindern kann man Spielplätze aufsuchen. Mit größeren Kindern kann man schwimmen gehen oder Spaziergänge machen, bei denen sie sich körperlich verausgaben können. Und man sollte es nicht zulassen, dass sie vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen. Denn dies führt nur dazu, dass der Bewegungsdrang danach umso größer ist.

Falls man die Wahl hat, sollte man deshalb auch bei der Wahl der Wohnung auf hyperaktive Kinder Rücksicht nehmen. In einer engen Großstadtwohnung kann sich der Bewegungsdrang sicherlich nicht so entfalten wie bei einem Haus in ländlicher Umgebung, wo sich die Kinder schon von klein auf im Hof oder gar auf der Straße austoben können. Sicherlich ist dies nicht immer möglich. Doch auch in der Großstadt gibt es meist Spielplätze oder Parkanlagen, wo sich aktive Kinder ausreichend bewegen können.

ADHS

Regelmäßige Untersuchungen beim Kinderarzt oder bei der Kinderärztin sind heute die Regel. Das ist auch die richtige Gelegenheit, um zu erkunden, ob es sich bei der Hyperaktivität doch um ADHS handeln könnte. Der Kinderarzt kennt die Symptome und kann raten, was zu tun ist. Bei echter ADHS ist allerdings eine medikamentöse Behandlung angezeigt.

Fotocredit:  Sunny Studio/Shutterstock.com

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