Baby hat Durchfall

Durchfall beim Baby

Mit Durchfall, auch Diarrhö genannt, haben die Kleinen öfter mal zu kämpfen. Es kann die unterschiedlichsten Ursachen haben, meist sind es jedoch Schmier- oder Schmutzinfektionen durch verdorbene oder für das Kleine unverträgliche Nahrungsmittel, aber auch Viren und Bakterien, die den Durchfall verursachen und ihr Baby plagen. Gerade, wenn die Kinder noch Babys sind, sind sie besonders anfällig für Durchfall. Die ersten Anzeichen dafür sind beim Baby Weinerlichkeit, Appetitlosigkeit und Unruhe. Der Stuhl ist dünnbreiig, übelriechend, manchmal schleimig und wird oft wässrig – spritzend entleert. Von Durchfall spricht man, wenn dies sechs- bis achtmal täglich passiert.

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Auch wenn Ihr Baby Durchfall hat können Sie weiter stillen.

Falls sie noch stillen, stillen sie auf alle Fälle weiter! Es ist schonend und am besten verträglich für das Baby. Wenn der Zustand Ihres Kleinen nicht so dramatisch ist und das Baby schon an Beikost gewöhnt ist, legen Sie zunächst am besten eine Nahrungspause ein, verabreichen Sie ihm aber unbedingt Tee und Elektrolyt – Flüssigkeit (enthält Kalzium, Natrium, Kalium, Magnesium und Chlorid – gibt es rezeptfrei in der Apotheke, all diese Elektrolyte sind in kleineren Mengen auch im stillen Mineralwasser enthalten). Nach 24 Stunden können Sie mit der Heilnahrung, welche es ebenfalls in der Apotheke gibt, begonnen werden, bis sich der Gesamtzustand stabilisiert hat.

 

Durchfall

Eine gefährliche Nebenerscheinung von Durchfall – die Austrocknung.

Durchfall birgt aber bei den Kleinen noch eine besondere Gefahr, nämlich die der Austrocknung. Wenn Ihr Baby plötzlich eine heisere Stimme bekommt, die Augen groß werden und ungewöhnlich tiefer als sonst liegen, es apathisch wirkt und seine Umwelt nicht mehr wahrnimmt, wenn die Lippen trocken und rissig werden und die Spannung der Haut nachlässt, sich sogar Fältchen bilden, dann ist es höchste Zeit zu reagieren und auf dem schnellsten Weg einen Arzt aufzusuchen oder noch besser gleich ins Krankenhaus zu fahren. Es droht die Gefahr von Austrocknung. Generell ist immer dann ein Arzt aufzusuchen, wenn Sie es selbst nicht schaffen, den Durchfall in den Griff zu bekommen. Wenn nach einem Tag Durchfall keine Besserung eintritt, sollte man Maßnahmen ergreifen – denn alles darüber hinaus ist für die Kleinen diesen Alters zu gefährlich und muss behandelt werden.

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Es ist sehr wichtig, bei Durchfall immer den Allgemeinzustand des Kleinen im Auge zu behalten, da sich der Zustand gerade im Säuglingsalter sehr rapide verschlechtern kann. Gehen Sie am besten von sich als Erwachsenen aus: Durchfall schwächt Sie und Ihren Körper – bei Ihrem Kleinen ist das um ein Vielfaches schlimmer. Bewährte Hausmittel bei Durchfall und Bauchweh sind: Fenchel- oder Kamillentee zum Trinken auch bei Säuglingen, langgezogener Schwarztee nur löffelweise oder getrocknete Heidelbeeren überbrüht aus der Apotheke, Zwieback, Reiswaffel oder Soletti-Knabbergebäck sowie gekochter Reis in einer Suppenwürfelbrühe für Kleinkinder.

 

Autor: Redaktion / Katrin

Fotocredit:  Konstantin Tronin, Alexander_Safonov /Shutterstock.com

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