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Hebamme misst Baby

Eltern können meist kaum umhin, Ihr Baby mit anderen Babys zu vergleichen, ob es größer oder kleiner, speckiger oder zarter ist. All diese Vergleiche sagen nichts über den Zustand und die Entwicklung eines Kindes aus. Genauso wie bei Erwachsenen gibt es auch bei Babys eine Vielfalt von „normalen“ Staturen und Größen. Und, so wie es beispielsweise bei einem Personenkraftwagen PS, Jahrgang und Kubik gibt, so gibt es bei den Babys und bei kleinen Kindern ebenso Maße, an denen sich Arzt, Ärztin, Krankenschwester, Mami und Papi orientieren können.

 

Die Hebamme misst die Größe, das Gewicht und den Kopfumfang vom Baby.

Nachdem Ihr Kleines das Licht der Welt erblickt hat, wird von einer Hebamme die Größe, das Gewicht und der Kopfumfang ermittelt. Diese Daten finden Sie dann in weiterer Folge im Mutter-Kind-Pass auf der Seite der Entbindung. Aber nicht nur bei der Entbindung, sondern bei jeder weiteren Mutter-Kind-Pass Untersuchung werden diese sehr wichtigen Daten ermittelt. In Österreich gibt es dafür so genannte Somatogramme. Somatogramme sind Skizzen mit Wachstumskurven (Perzentilenkurve), in die man bei jedem Mal Messen die neuen Daten einträgt. Anhand des Verlaufes kann man erkennen, ob sich das Wachsen des Kleinen im Normalbereich befindet. Egal ob leicht oder schwer, groß oder klein – Ihr Kind sollte bei dieser Kurve im ersten Jahr einer Tendenz folgen, die möglichst parallel zur Normallinie (50%) verläuft. Jede dramatische Veränderung (Abknicken der Kurve), z.B. von sehr schwer zu sehr leicht, ist ein Signal für den Kinderarzt, die Entwicklung Ihres Kindes eingehender zu betrachten. Ist Ihr Kind eher klein und leicht, wird es sich zwischen 3% und 50% in der Kurve ansiedeln, ist es eher groß und schwer, befindet sich seine Kurve zwischen 50% und 97%. Wachstumsstörungen zeichnen sich meist nach dem 2. bis 4. Lebensjahr ab.

 

Wenn Ihr Baby deutlich unter der Mittellinie der Tabelle für Größe und Gewicht liegt, wäre es nahe liegend, das Baby öfter zu füttern. Dies ist jedoch nicht immer sinnvoll: So lange Ihr Kind gleichmäßig wächst und an Gewicht zunimmt, geht es ihrem Kind gut. Es gibt bei der Größe und beim Gewicht auch ethnische Unterschiede, so sind beispielsweise asiatische Kinder eher kleiner als europäische oder nordamerikanische. Auch der eigene familiäre, genetische Hintergrund spielt eine Rolle. Machen Sie sich also keinesfalls verrückt, wenn Ihr 6 Monate altes Baby ein Wonneproppen ist – das wächst sich mit der Zeit aus. Das Gewicht eines Babys deutet auf keine Veranlagung in späteren Jahren hin, solange das Gewicht in Proportion zur Größe steht. Und egal was Ihr Kind wiegt: Lassen Sie es nicht hungern! Es braucht Kalorien und Fett, damit sein Körper und sein Gehirn wachsen können.

 

Autor: Redaktion / Katrin

Fotocredit: didesign021/shutterstock.com

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