Baby wird mit Tuch saubergewischt

Hygiene im Haushalt mit Baby

Die früher sehr hohe Säuglingssterblichkeit und viele tödliche Krankheiten sind hauptsächlich deswegen so stark zurückgegangen, weil wir in einer sauberen Umwelt leben. Grundsätzlich ist es heute „normal“, dass in unserem Haushalt Hygiene und Sauberkeit herrscht. Zieht nun ein kleines Baby bei uns ein, fragt man sich natürlich, ob für das zarte Wesen auch alles sauber genug ist. Gerade jetzt hat man aber herzlich wenig Zeit, besser oder mehr zu putzen und dafür zu sorgen, dass im Haushalt alles blitzt und glänzt. Das ist auch gar nicht notwendig!! Kein Kind sollte in einer sterilen Umgebung groß werden, im Gegenteil, ein bisschen „Dreck“ ist gut für die Gesundheit und wahrscheinlich eine notwenige Vorbeugung gegen alle möglichen Allergien. Viel wichtiger ist es, dass Sie ihrem Kleinkind Ihre Zeit schenken, und vieles im Haushalt eher lockerer als ernster nehmen. Dennoch, es gibt ein paar Punkte, die man zur Sauberkeit im Haushalt mit Baby wissen sollte.

 

Babys sind empfindlich gegenüber Keimen

Das Immunsystem eines Babys ist noch nicht sehr widerstandsfähig. Dem kleinen Körper sind Keime, Bakterien und Viren, die für ältere Kinder und Erwachsenen harmlos sind, noch gänzlich unbekannt. Einerseits muss der Körper lernen, diese Keime zu abzuwehren, andererseits ist es unsere Aufgabe, das Baby vor einem Zuviel an krank machenden Erregern zu schützen. Stillen bietet dem Baby einen sehr guten „Nestschutz“ gegen eben diese Erreger, die Muttermilch wirkt hier wie eine natürliche Impfung. Müssen Sie jedoch Milchnahrung für Ihr Kleines zubereiten, sollten Sie dies mit äußerster Vorsicht machen und sehr auf Hygiene achten.

 

Vorsicht bei der Zubereitung von Babynahrung

Verwenden Sie nur saubere Fläschchen und reinigen Sie diese nach jedem Gebrauch mit warmem Wasser, Spülmittel und Flaschenbürste (oder dem Geschirrspüler) und sterilisieren Sie die Fläschchen und Sauger regelmäßig in kochendem Wasser oder mit speziellen Sterilisatoren, die im Handel erhältlich sind. Milchnahrung sollte immer frisch zubereitet und niemals wieder aufgewärmt werden, da sich in der stehenden Milch leicht krank machende Erreger bilden können. Auch wenn das Baby dann ins Beikostalter kommt, sollte man an sich selbst hohe Hygieneansprüche stellen. Das Baby sollte immer frisch zubereitete Nahrung, bzw. frisch geöffnete Gläschen (bzw. nur im Kühlschrank gelagerte unaufgewärmte Restmengen) bekommen und nichts wieder Aufgewärmtes! Wenn Sie Baby’s Brei selbst herstellen wollen, sollten Sie darauf achten, dass die Zutaten aus biologischer Landwirtschaft stammen (gibt eine gewisse Sicherheit vor in Lebensmitteln enthaltenen Schadstoffen) und sie ordentlich waschen und putzen. Natürlich sollte das Essen in sauberen, gründlich gereinigten Schüsselchen serviert werden.

 

Baby’s Kleidung sollte sauber und möglichst schadstofffrei sein

Neue Kleidung aus dem Laden sollte unbedingt mindestens 1x gewaschen werden, bevor das Baby sie trägt, hauptsächlich deswegen um eventuelle Schadstoffe zu entfernen. Oft ist Babykleidung auf Schadstoffe geprüft und entsprechend gekennzeichnet, dies bedeutet allerdings nicht, dass gar keine chemischen Reizstoffe mehr enthalten sind. Auf der sichereren Seite sind Sie, wenn Sie ihr Baby vorwiegend in gebrauchte, häufig gewaschene Kleidung stecken und auf Naturfasern achten.

 

Alles was Babys häufig in den Mund stecken sollte auch dafür geeignet sein

Babys entdecken ihre Welt über den Mund. Das ist gut und richtig so, und Sie sollten Ihr Kind auch so wenig wie möglich daran hindern. Sie können aber darauf achten, dass die Gegenstände, die sie selbst Ihrem Baby zum Spielen geben, auch für Babys Lutschexperimente geeignet sind.

 

Prüfen Sie Babyspielsachen auf ihre Schadstofffreiheit und Sauberkeit. Stofftiere für Babys sollten auch mal Bekanntschaft mit der Waschmaschine machen. (Achten Sie jedoch darauf, dass sie Baby’s Lieblingsstofftier, das aus Baby’s Sicht so gut nach Mama oder nach Zuhause riecht nicht gerade dann waschen, wann Baby es am notwendigsten braucht!). Auch der Schnuller ist ein von Babys oft heiß geliebtes Objekt, welches oft gewechselt und gewaschen werden sollte. Auf die Schnelle genügt warmes Wasser, Sie sollten den Schnuller jedoch regelmäßig sterilisieren und oft genug durch neue Exemplare ersetzen. Auf jeden Fall sollten Sie den Schnuller nicht mit dem eigenen Mund reinigen, bevor Sie ihn dem Baby geben!!! Viele Krankheiten und auch Karies können dadurch übertragen werden.

 

Tiere im Haushalt

Es ist sehr schön für jedes Kind, wenn es mit Tieren aufwachsen darf. Kinder profitieren klar vom Umgang mit den lebendigen Kuscheltieren und man braucht auch keine Angst vor Krankheiten zu haben, wenn das Baby mit dem Haushund oder der Katze kuschelt und vielleicht auch mal ein feuchtes Küsschen bekommt. Wichtig ist, dass das Tier regelmäßig geimpft und entwurmt wird und dass das Kind nicht in Kontakt mit tierischen Ausscheidungen kommt. Das Katzenkistchen muss aus Baby’s Reichweite gebracht werden! Natürlich sollte man auch Tierdecken, Futternäpfe, Kleintierkäfige etc regelmäßig und gründlich reinigen – für die Gesundheit von Kind und Tier.

 

Autor: Redaktion / Birgit

Fotocredit: kai keisuke/shutterstock.com

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