Kindersitz-Vorschriften

Kindersitz-Vorschriften

Wer gemeinsam mit dem Nachwuchs im Auto Ausflüge macht oder auch nur kurze Strecken mit dem Fahrzeug bewältigt, muss unbedingt die derzeit geltenden Kindersitz-Vorschriften befolgen. Schließlich ist die Sicherheit der Kinder einer der wichtigsten Punkte, die zunehmend auch kontrolliert werden. Traurigerweise meinen viele Erwachsene, dass sie ihre Tochter oder ihren Sohn einfach auf den Schoß nehmen können und das Kind in der Extremsituation auch fest halten könnten. Dem ist leider nicht so. Ein Kindersitz oder eine Babyschale sind unbedingt notwendig und dürfen in der Ausstattung von verantwortungsbewussten Eltern nicht fehlen.

Diese Kindersitz-Vorschriften müssen eingehalten werden

Das richtige Handeln beginnt schon beim Kauf des Kindersitzes. Generell darf man ein Kind unter 14 Jahren nur dann mit dem Auto mitnehmen, wenn es in einem ordentlichen Kindersitz sitzt. Das Selbe gilt für Mädchen und Burschen unter einer Größe von 1,50 Meter. Eingeführt wurde diese Vorschrift im Jahr 2005, gemeinsam mit dem aktuell geltenden Führerschein-Vormerksystem. Die Folge eines Zuwiderhandelns können Punkte in besagtem Vormerksystem, die Teilnahme an dementsprechenden Seminaren über die Sicherheit der Kinder im Auto oder sogar der Führerscheinentzug sein.

Des Weiteren muss der Kindersitz auch den derzeit gültigen Standards entsprechen. Sie sehen entweder am Hartkörper des Modells oder aufgenäht auf den Bezug des Kindersitzes einen orangefärbigen Aufkleber, auf dem sich eine dazugehörige Prüfnummer findet. Diese Ziffer steht unter dem Großbuchstaben „E“ und muss mindestens mit den Zahlen 03 oder 04 beginnen. Wer ältere Modelle verwendet, widerspricht den Kindersitz-Vorschriften und muss eine Strafe von mindestens 30 Euro zahlen.

Ebenso dürfen seit dem Jahr 2010 auch privat nur mehr jene Kindersitze verkauft werden, die diesem Standard entsprechen und damit der ECE-Regelung Nummer 44 gerecht werden.

Außerdem müssen Sie immer darauf achten, dass Ihr Kind in einem altersgerechten und auf sein Gewicht abgestimmten Modell sitzt. Zu große Kindersitze stützen Ihren Liebling vielleicht nicht ausreichend – das ist vor allem ein Problem, wenn das Kind den Kopf noch nicht alleine halten kann und noch ein Baby ist. Zu kleine Kindersitze können bei einem Unfall zu ernsthaften Quetschungen, Prellungen und Ähnlichem führen.

Neben den Kindersitz-Vorschriften ist es wichtig, dass ….

  • sich Ihr Kind in dem ausgewählten Sitz wohl fühlt und dass es bequem sitzt.
  • dem Nachwuchs der Sitz auch von der Optik gefällt.
  • Sie immer wieder einen Blick zu Ihrem Kind werfen – oft schnallen sich die Kleinen ab, ohne dass man es bemerkt oder der Sitz verrutscht im Auto.
  • man sich eine geeignete Fixierung oder Halterung für den Kindersitz besorgt.
  • der Gurt weder zu locker noch zu eng anliegt. Eine Regel besagt, dass der Gurt richtig sitzt, wenn man die Handfläche noch gut zwischen Baby und Gurt schieben kann.

Beachten Sie immer die jeweils geltenden Kindersitz-Vorschriften und nehmen Sie die Ratschläge und Tipps von den Herstellern sowie die Gebrauchsanweisung ernst. Testberichte liefern immer wieder gute Anregungen und listen oft auch empfehlenswerte Modelle auf, für die Sie sich bedenkenlos entscheiden können. Am neuesten Stand zu sein zahlt sich aus – in erster Linie für die Sicherheit Ihres Kindes.

Fotocredit: Ilya Andriyanov/Shutterstock.com

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