Rachitis vorbeugen

Rachitisvorbeugung

Bereits nach der Geburt des Kindes werden die Eltern mit dem Thema Rachitis konfrontiert. Die Rachitis ist eine Lichtmangelerkrankung, welche überwiegend in den industriellen Ländern auftritt. Da in den Wintermonaten die Sonne weniger scheint, kann die Haut kein Vitamin D aufnehmen, welche wichtig für den Kalzium- sowie Phosphatstoffwechsel ist. Dieser wiederum ist maßgeblich für einen gesunden Zahn- und Knochenaufbau.  Die Vergabe von Vitamin D ist also ein wichtiges Thema und die Rachitisvorbeugung äußerst bedeutsam.

  • Wie kann ich mein Kind vor Rachitis schützen?
  • Ist der Vitamin-D-Gehalt in industriell hergestellter Milch ausreichend?
  • Wie sehen die Symptome einer Rachitis aus?
  • Reicht ein täglicher Spaziergang  zur Rachitisvorbeugung aus?

Wie kann ich mein Kind vor Rachitis schützen?

In den ersten zwei Lebensjahren besteht für einen Säugling ein erhöhter Bedarf an Vitamin D. In dieser Zeit raten Ärzte an, dem Kind eine Rachitisvorbeugung in Form von Tabletten zu verabreichen. Eine Tablette sollte 400 bis 500 I.E. (I.E. = Internationale Einhait = 0,0125mg) Vitamin D enthalten. In der Regel wird den Säuglingen ab dem 10. Lebenstag jeden Tag eine solche Tablette in etwas Wasser verdünnt über den Löffel zugeführt. Der Gedanke die Tablette in Wasser aufgelöst über die Flasche zuzufüttern wird von Ärzten hingegen abgelehnt, da die Tablette im ungünstigen Fall nicht komplett aufgenommen werden könnte.

Ist der Vitamin D – Gehalt in der industriell hergestellten Milch ausreichend?

Dieser Punkt wird unter Experten eher kritisch beäugt. Während einige der Meinung sind, dass der Vitamin D – Gehalt in der industriellen Milch durchaus genügend vorhanden ist, sind andere der Ansicht, dass der Bedarf hier nicht gedeckt wird. Weiterhin kann auch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, dass ein Kind über 2 Jahre industriell hergestellt Milch trinken wird, so dass es mehr Sinn mehr, von Anfang an zu den Tabletten zu greifen.

Eine Sorge der Überdosierung  bei gleichzeitiger Vergabe von Vitamin D in Form von Tabletten sowie dem Vorkommen in industriell hergestellter Milch ist ebenfalls nicht zu befürchten. Eine Dosierung über 2000 I.E. gilt erst als bedenklich.

Wie sehen die Symptome einer Rachitis aus?

Wird eine Rachitisvorbeugung ignoriert, kann dies durchaus schwerwiegende Folgen für den Säugling haben. Im zweiten bis dritten Lebensmonat sind bereits erste Mangelerscheinungen möglichen:

  • Unruhe
  • Schreckhaftigkeit
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Juckender Hautausschlag
  • Muskelschwäche
  • Verstopfungsneigung
  • Erste Knochenerweichung am Schädel

Dies sind nur einige Symptome, die eine Form von Rachitis darlegen. Zwar ist eine Nachbehandlung mit erhöhtem Vitamin D möglich, allerdings nicht die Empfehlung.

Reicht ein täglicher Spaziergang  zur Rachitisvorbeugung aus?

Auch dieser Punkt wird eher kritisch betrachtet. Viele Eltern geben aus Überzeugung täglich ihren Kindern eine Vitamin D-Tablette, andere hingegen sind aus verschiedenen Gründen gegen eine Prophylaxe. Als Gründe gegen eine Rachititsvorbeugung werden mitunter

  • tägliche Spaziergänge
  • viel Zeit an der frische Luft und
  • ausreichende Sonnenbestrahlung genannt.

Aber sind diese Gründe ausreichend für eine Rachitisvorbeugung?

Sicherlich ist das natürliche Sonnenlicht maßgeblich, damit die Haut ausreichend Vitamin D aufnehmen kann. Daher sollten Kinder häufig Zeit draußen verbringen. Dennoch sehen Ärzte diese Argumentation als strittig an. Weiterhin kommt die Frage auf, wie es mit der Vorbeugung im Winter aussieht?

Natürlich gelangen UV-Strahlen auch durch die dicken Winterwolken, doch ist dies laut Ärzten nicht genug. Wesentlich besser und empfehlenswert ist eine Rachitisvorbeugung mit Vitamin D in Tablettenform.

Fazit:

  • Eine Rachitisvorbeugung sollte ab dem 10. Lebenstag in Form von Tabletten erfolgen
  • Die Tablettenvergabe ist bestmöglich täglich vorzunehmen
  • Vitamin D in Form von Tabletten sollte nach Möglichkeit über 2 Jahre vergeben werden
  • Sonnenlicht unterstützt die Rachitisvorbeugung
  • Besprechen Sie Bedenken unbedingt mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich beraten.

Fotocredit: Natee K Jindakum/Shutterstock.com

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