Ab wann fremdeln Babys?

Fremdeln

Ab wann fremdeln Babys?

Die Frage „Ab wann fremdeln Babys“ wird sehr häufig gestellt und interessiert neben den Müttern auch Verwandte und Bekannte, die oft vom Fremdeln des Kindes betroffen sind und die Auswirkungen dessen zu spüren bekommen, dass sie den Kleinen nicht so nahe sind wie Mama. Das Phänomen beruht auf der Tatsache, dass die Kinder ab einem gewissen Alter mit ihrer eigenen Unsicherheit zu kämpfen haben und daher leicht Angst empfinden, wenn sie jemanden nicht so gut kennen oder der Kontakt nicht intensiv genug ist. So hat das Kind beispielsweise mit den Eltern einen eingespielten Tagesablauf, Mama und Papa reden auf eine ganz bestimmte Art und Weise, sie gehen eben einzigartig mit dem Nachwuchs um. Wenn Sie dann auf Menschen treffen, die eine andere – keineswegs schlechtere – Umgangsweise pflegen, verunsichert das enorm.

Ab wann beginnt diese schwierige Phase?

Das Fremdeln bei Babys beginnt zumeist im Alter von sechs Monaten. Bei manchen Kleinkindern machen sich erste Anzeichen schon nach vier Monaten bemerkbar, wohingegen andere Sprösslinge erst mit einem Jahr beginnen, die anderen Menschen mehr oder weniger anzuzweifeln. Bis zu dem besagten Zeitpunkt, der sich eben von Kind zu Kind unterscheiden kann, treten die Babys fremden oder noch nicht so gut bekannten Personen stets mit einem Lächeln gegenüber. Doch dann schauen sie sich die Menschen genauer an, die sich in ihrem Umfeld bewegen und gerade wenn diese nicht genug Distanz halten, wird das oft mit lautstarkem Geschrei oder Gequängel bestraft.

Das Kind nimmt vom blinden Vertrauen Abstand

Es ist äußerst wichtig, dass das Kind lernt, Menschen zu misstrauen. Während der Phase des Fremdelns erkennen die Kleinen, dass man zwischen Bekanntem und weniger Vertrautem unterscheiden muss. Das ist normal und natürlich und könnte als eine Art Schutzmechanismus verstanden werden. Es ist gut, dass das Kind nicht jedem vertraut und sein Gegenüber sozusagen erst einmal prüfen will. Als Mutter sollte man schätzen, dass man besondere Zuneigung zugeschrieben bekommt. Die Babys machen durch einen abgewandten Blick und durch ihre Sprache deutlich, dass sie Angst haben und sich unsicher fühlen. Mama ist meistens die einzige, die dann helfen kann. Denn oft sind sogar die Väter von der Befangenheit des Nachwuchses betroffen. Immerhin sind die Männer meist unter Tags außer Haus und haben dadurch viel weniger Nähe zu der Tochter oder dem Sohn, als die Mutter.

Unterschiede bezüglich des Fremdelns

Neben „Ab wann fremdeln Babys“ drängt sich bei vielen Eltern auch noch die Frage auf, ob der Prozess bei allen Kindern gleich abläuft. An dieser Stelle kann gesagt werden, dass sich die Sprösslinge diesbezüglich sehr stark unterscheiden können. Zum Beispiel beginnen die einen schon zu weinen, wenn die Tante sie begrüßt und sie auf den Arm nehmen möchte, wohingegen andere erst misstrauisch werden, wenn ihnen komplett unbekannte Menschen zu nahe kommen. Außerdem kommt es auf die Persönlichkeit der Babys an, je nachdem wie temperamentvoll sie sind, reagieren sie stärker oder eben weniger heftig. Eine gute Maßnahme um dem Fremdeln beim Säugling vorzubeugen ist es, wenn Sie dem Kind so früh wie möglich die Kontakte zu anderen Personen ermöglichen und es nicht zu sehr von anderen Menschen fernhalten. Je eher sie den Umgang mit Fremden, Unbekannten oder weniger Vertrauten erlernen, desto leichter wird dann auch die Phase der Abneigung gegenüber dieser Gruppe verlaufen.

Fotocredit: MaleWitch/Shutterstock.com

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