Fieber

Mein Baby hat Fieber

Mein Baby hat Fieber – besonders für junge Eltern kommt die Erkenntnis einem Alarm gleich. Die Sorge, dahinter könnte sich eine schlimmere Krankheit verbergen, führt häufig zu übersteigerten Reaktionen. Das muss nicht sein. Jeder Säugling macht mehrere fiebrige Infekte durch. Dies dient der Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte.

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Fieber – ein falsch interpretierter Begriff

Mein Baby hat Fieber – das ist schnell ausgesprochen. Aber: Fieber ist ein klar definierter Begriff. Die normale Körpertemperatur des Menschen bewegt sich zwischen 36,5 und 37,9 Grad. Bei einer Temperatur zwischen 38 und 38,5 Grad spricht man von erhöhter Temperatur, bis 39 Grad von Fieber, darüber von hohem Fieber. Hat das Kind länger als 24 Stunden eine Temperatur von 38,5 oder höher, ist unbedingt einen Arztbesuch erforderlich. Aber auch bei erhöhter Temperatur ist Wachsamkeit Pflicht. Ist das Baby apathisch, trinkt schlecht und macht insgesamt einen matten Eindruck, dann sollte auch hier der Fachmann konsultiert werden. Eltern können schnell ermitteln, welche „Basistemperatur“ das Baby hat. Dazu ist es notwendig, mehrmals täglich beim gesunden Kind die Temperatur zu messen. Liegt sie bei 37,5 Grad, verschieben sich auch die „Fieberwerte“ leicht nach oben.

 

Baby hat Fieber

Mein Baby hat Fieber – Fiebermessen – aber wie

Es gibt unterschiedliche Thermometer. Als ungeeignet und gefährlich gelten die Quecksilbergeräte aus Glas. Fallen sie zu Boden, zerschellen sie. Das Quecksilber ist gefährlich für die Atemwege. Für das Kind am angenehmsten ist das Infrarot-Ohrthermometer. Es misst die Infrarotwärme, die vom Trommelfell und dem umliegenden Gewebe  abgegeben wird. Das Ergebnis lässt sich auf der Digitalanzeige schon nach wenigen Sekunden ablesen. Als hygienisch wird das Schnuller Thermometer eingeordnet. Auf das Ergebnis wartet man mehrere Minuten, in denen das Baby den Mund geschlossen um den ungewohnten Schnuller halten muss. Das klappt selten und der Schnuller ist schlecht zu reinigen.

Fieber immer dokumentieren und beobachten

Wenn das Baby fiebert, ist das Signal dafür, zu Zettel und Stift zu greifen. Der Kinderarzt kann schneller zu einer verlässlichen Diagnose kommen, wenn er genaue Temperaturdaten, aber auch Hinweise über das Verhalten des Babys bekommt. Wird das Fieber begleitet von Schnupfen, Husten, Schmerzen, Erbrechen, Durchfall, ist der Ruf nach dem Arzt auch nachts gerechtfertigt. Nach der Diagnose entscheidet er, ob ein fiebersenkendes Medikament verabreicht werden muss oder Wadenwickel ausreichen. Wichtig ist: Der Säugling braucht jetzt viel Flüssigkeit und sollte nicht in einem überheizten Raum schlafen. 18 bis 19 Grad sind ausreichend. Fieber beim Säugling bedeutet auch, dass Ausflüge und Spazierfahrten erst einmal gestrichen sind.

Fotocredit: Alexander Ishchenko, comzeal images /Shutterstock.com

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