Krabbeln fördern – Bewegung ist für Babys sehr wichtig

Krabbeln

Krabbeln fördern – Bewegung ist für Babys sehr wichtig

Viele Eltern warten meist sehnsüchtig auf die ersten Krabbelversuche Ihres Kindes. Dass dies u. a. mit der Gehirnentwicklung zu tun hat, ist zwar eine Tatsache, jedoch muss auch die Rückenmuskulatur des kleinen Menschen entsprechend entwickelt sein, damit dieser Schritt klappt. Eine Weisheit von Hebammen besagt: Ein schwacher Rücken kann nicht krabbeln!

In der heutigen Zeit ist das Thema Bewegung jedoch ein schwerwiegendes Problem. Nicht nur viele Erwachsene leiden an Bewegungsmangel – auch die kleineren Kinder sind oftmals betroffen. Und schauen wir uns bereits in unmittelbarer Nähe um, so stellen wir fest, dass dies wirklich Bestand hat. Zunehmend werden längst Babys in kleine Autositze, Kinderwagen, Babywippen oder ähnliche Schaukelliegen gezwängt. Auf dem Rücken hat das Kind jedoch keine Bewegungsmöglichkeiten, ist in einem Tun eingeschränkt und muss sich über kurz oder lang mit der Situation abfinden. Das auf diese Weise ein Erlernen von Fortbewegung nicht möglich ist, liegt klar auf der Hand.

  • Wie kann ich das Krabbeln meines Kindes fördern?
  • Wie wichtig ist Freiraum für mein Kind?
  • Sind Laufställe kleine Kindergefängnisse?
  • Welche Vorteile bietet das Babyschwimmen?

Wie kann ich das Krabbeln meines Kindes fördern?

In den ersten Wochen wird Ihr Kind die Welt aus der Rückenlage betrachten. Hierfür ist eine kuschelige Krabbeldecke ideal, damit es mit den Armen und Beinen rudern kann. Diese ersten Bewegungen sind nicht nur wichtig für den Aufbau der Muskulatur, sondern fördern ebenso den Tastsinn. Ihr Kind kann die Decke befühlen, hat Möglichkeiten seine Hände und Füße in den Mund zu nehmen und lernt auf diese Weise seinen Körper kennen.

Mit der Zeit ist es auch äußerst bedeutsam, den Säugling immer wieder mal auf den Bauch zu legen. Denn nur so lernt das Kind sich auch fortzubewegen. Zuerst wird es beginnen seinen schweren Kopf zu heben. Dies ist für einen jungen Säugling ein wahrer Krampfakt – aber mit etwas Geduld und viel Übung wird es dies mit jedem Versuch besser meistern, sich irgendwann auf die Unterarme stützen und beizeiten auch die Arme ganz durchdrücken. Diese Perspektive gefällt vielen Kindern enorm gut, haben sie aus der Rückenlage lediglich die Zimmerdecke bewundern können, so ist nun ein Rundumblick möglich.

Ist nach einer Weile der Rücken genügend gestärkt worden, wird das Kind auch ohne Ihre Hilfe die Bauchlage erreichen wollen. Zuerst wird es die Beinchen anziehen und mit einigem Kraftaufwand die Seitenlange erreichen. Anfangs wird der nötige Schwung fehlen, um den Unterleib in dieselbe Richtung zu bringen, daher ist es ratsam das Kind hin und wieder ohne Kleidung und Windel an einem warmen Ort üben zu lassen. Nun fühlt es sich nicht mehr eingeengt, spürt seinen Körper besser und wird die neugewonnene Freiheit auch sehr lieben.

 

Krabbeln fördern

Nach einiger Zeit wird das Kind nun aus der Seitenlage auch die Bauchlage erreichen, sich vielleicht zuerst mit robbenähnlichen Bewegungen von einem zum nächsten Fleck bewegen, dann immer mehr die Krabbelposition einnehmen und schlussendlich sich selbst aufrichten und sitzen können. Diese Meilensteine sind sehr wichtig für die Entwicklung eines Kindes und lässt die Eltern immer wieder in Staunen versetzen.

Wie wichtig ist Freiraum für mein Kind?

Jede einzelne Entwicklungsphase ist sehr wichtig für Ihr Kind, denn nur so lernt es die Welt um sich herum kennen und kann aus dem neuerlernten wichtige Erkenntnisse schöpfen. Damit dies jedoch auch geschehen kann, müssen Sie Ihrem Kind Freiräume zugestehen. Diesen Freiraum bieten ein Autositz und eine Wippe dem Kind keinesfalls. Versuchen Sie die Zeiten in Wippe und Autositzen so kurz wie möglich zu halten, damit das Kind die motorischen Fähigkeiten vollkommen auskosten kann. Im Übrigen genießt Ihr Kind das Leben auf der Decke wesentlich mehr – vor allem auch dann, wenn Mama und Papa dabei sind und mit ihm spielen.

Sind Laufställe kleine Kindergefängnisse?

Ein Laufstall stößt bei vielen Eltern auf unterschiedliche Meinungen. Die einen finden den Laufstall als großartige Erfindung, die anderen sehen in ihm nur ein Gefängnis. Klar ist, dass ein Laufstall für kurze Zeit durchaus sinnvoll ist, wenn Sie zum Beispiel den Raum verlassen müssen. Das kleine Kind ist im Laufstall sicher aufgehoben und kann sich nicht in Gefahr bringen. Über einen längeren Zeitraum wird es sich hingegen eher langweilen, daher sollten auch hier die Zeiten kurz gehalten werden.

Welche Vorteile bietet das Babyschwimmen?

Die meisten Babys lieben Wasser und genießen jedes Badevergnügen. Wenn auch Ihr Kind ein Wasserfan ist, dann dürfte einem Besuch beim Babyschwimmen kein Hindernis sein.

Im Großen und Ganzen ist der Begriff „Babyschwimmen“ eher irreleitend. Hier geht es nicht darum, dem Baby früh das Schwimmen beizubringen, sondern ihm mit Leichtigkeit und Frohsinn das Element Wasser nahe zu bringen und ihm so viel Bewegung und Freiheit zu gönnen. In fast allen größeren und kleineren Städten gibt es Gruppen, die zu solchen Babyschwimmen-Treffen einladen. Informieren Sie sich am besten in Ihrem Ort, wo und wann diese Treffen stattfinden und ab welchem Alter Ihr Kind dabei sein darf. Einige Kurse laden Säugling ab einem Alter von 5-6 Wochen ein, andere beginnen erst ab einem Alter von 4 Monaten.

Fazit

Damit Ihr Kind viel Bewegung und Freiraum genießen kann, sollten Sie die Zeiten in Autositzen und Wippen so kurz die möglich halten. Nur wenn ein Kind mit Armen und Beinen trainieren und häufig in Bauchlage seine Rückenmuskulatur kräftigen kann, wird es nicht lange mit dem Krabbeln warten.

Fotocredit: Dmytro Zinkevych, Olesia Bilkei /Shutterstock.com

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