Stuhlgang bei Säuglingen

Stuhlgang bei Säuglingen

Dem Stuhlgang bei Säuglingen sollte man durchaus einen genauen Blick gönnen. Auch die Nase sollte nicht geschlossen sein. Meistens ist ohnehin nicht viel zu riechen, aber im Falle des Falles kann auch das von Bedeutung sein. Denn der Stuhlgang beim Baby kann dem Kinderarzt Hinweise auf eine mögliche Erkrankung geben; deshalb fragt er unter Umständen danach.

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Doch muss ungewöhnliches Aussehen keineswegs ein Grund sein, sofort den Arzt aufzusuchen. Nur wenn der Stuhlgang völlig aus dem Rahmen fällt und man sich auch keinen Grund für die ungewöhnliche Farbe vorstellen kann, sollte man den Kinderarzt aufsuchen.

Die Nahrung bestimmt es

Der Stuhlgang beim Säugling hängt wie beim Erwachsenen von der Ernährung ab. Wenn nur gestillt wird, wird man sich an das große Geschäft in der Windel schnell gewöhnt haben. Wenn aber zugefüttert wird – auch schon die Flasche kann da Auswirkungen haben – dann sind Veränderungen sehr wahrscheinlich. Keine Angst bei großen Verfärbungen! Erst überlegen, was im letzten Brei drin war, bevor man an Schlimmes denkt.

Zunächst einmal ist der Stuhlgang beim Säugling relativ flüssig oder breiig. Da muss man nicht gleich an Durchfall denken. Beim Neugeborenen ist zunächst  mit grün-schwarzem Stuhl zu rechnen, der aber schon etwa ab dem dritten Tag heller wird, wenn jetzt die Muttermilch oder die Flaschennahrung verdaut wird.

Die Farbpalette ist relativ groß. Gelb, grünlich oder braun sind normale Farben. Wenn das Baby ein Eisenpräparat bekommt, kann der Stuhl auch schwarz sein. Bei der Zufütterung von fester Nahrung kann man auch Teile davon im Stuhl finden, wenn diese noch nicht verdaut werden können.

 

Stuhlgang bei Säuglingen

Stuhlgang bei Säuglingen – was ist ungewöhnlich?

Bei Durchfall ist der Stuhl von sehr wässriger Konsistenz. Der Durchfall kann ein Zeichen für eine Infektion sein; ausreichend Trinken ist wichtig, damit dem Körper nicht zu viel Flüssigkeit entzogen wird.

Das andere Extrem ist harter Stuhl, der auf eine Verstopfung hindeutet. Beides sind, wenn es nicht nur einmal vorkommt, ein Grund zu einem Arztbesuch. Es kann aber auch sein, dass eine einfache Umstellung bei der Ernährung schon hilft. Obstsäfte wie Birnen- oder Pflaumensaft können Abhilfe schaffen.

Wenn diese Extreme mehr als zwei oder drei Mal hintereinander auftreten, dann ist ein Arztbesuch angezeigt.

Blut im Stuhl

Gefährlich kann es sein, wenn Blut im Stuhl ist und man den Grund nicht kennt. Dann ist ein Arztbesuch wichtig, um die Ursache zu finden. Frisches Blut färbt den Stuhl hellrot, bei verdautem Blut etwa aus dem Magen finden sich schwarze Partikel im Stuhl.

Fotocredit: Africa Studio, George Rudy /Shutterstock.com

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