Gefahren im Wohnzimmer

Gefahren im Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist ein beliebter Raum – hier trifft meist die ganze Familie zusammen, um zu reden, fernzusehen, zu lesen oder zu spielen. Hier finden fast alle Aktivitäten des alltäglichen Lebens statt, daher ist es für Familien mit kleinen Kindern auch äußerst wichtig, geeignete Vorkehrungen für die Sicherheit des Kindes vorzunehmen, um Gefahren und Unfälle zu vermeiden.

Gemütlichkeit und Raum

Natürlich soll ein Wohnzimmer in erster Hinsicht Gemütlichkeit und auch Persönlichkeit ausstrahlen. Viele Erinnerungen wie Bilder, aber auch Pflanzen und Möbel hinterlassen die individuelle Note. Dennoch sollte trotz aller Deko- und Wohnartikel auch die Sicherheit des Kindes im Vordergrund stehen. Dicht möblierte Wohnzimmer behindern zum Beispiel den Bewegungsdrang von Kindern. Ebenso stellen rutschende Teppiche oder kleine Hocker automatisch Stolperfallen für Laufanfänger dar und Stürze sind vorprogrammiert. Achten Sie also darauf, dass Ihr Kind viel Platz zum Spielen und Laufen lernen erhält.

Stromunfälle vermeiden

Strom ist eine gefährliche Sache. Dies müssen wir nicht nur Kindern immer wieder verdeutlichen – auch die Eltern müssen dafür Sorge tragen, dass die Gefahrenquellen gesichert sind.

Steckdosen sind für kleine Kinder immer wieder faszinierend, so dass Sie oftmals beobachten werden, wie das Kind versucht mit seinen Händen oder gar Gegenständen hier auf Entdeckungsreise zu gehen. Spezielle Kindersicherungen oder komplette Kinderschutzsteckdosen unter Putz sind notwendig, um schlimmste Unfälle zu vermeiden. Anders als bei ungesicherten Steckdosen schließen sich die Löcher bei der Sicherung automatisch, sobald der Stecker aus der Dose gezogen wird. Auch Mehrfachsteckdosen sind mit diesem Schutz bereits im Handel erhältlich.

Elektrogeräte bergen Gefahren

Kontrollieren Sie immer wieder in regelmäßigen Abständen sämtliche Elektrogeräte im Wohnzimmer. Statistiken beweisen, dass die meisten Stromunfälle im Wohnzimmer mitunter durch schadhafte Elektrokabel entstehen. Werden defekte Kabel kontrolliert und aussortiert, können diese Unfälle minimiert werden. Achten Sie weiterhin darauf, dass Elektrokabel, Verlängerungen jeglicher Art und elektrische Geräte bei Nichtnutzung ausgestöpselt sind und die Kabel nicht zum Spielen verleiten.

Beulen, Kratzer und andere Wehwehchen

Natürlich bleiben kleine Unfälle niemals aus. Jedes Kind wird im Laufe des Wachstums immer wieder Beulen, Kratzer oder ähnliche Stoßverletzungen aufweisen. Verantwortlich sind sämtliche Ecken und Kanten, die sich in einem Wohnzimmer zwar nicht immer vermeiden lassen, jedoch zum größten Teil mit einem Schutz versehen werden können. Spezielle Schutzkappen aus Plastik oder Silikon sind von verschiedenen Herstellern im Handel erhältlich und können als Eck- und Kantenschutz dienlich sein.

Achten Sie auch darauf, ob Schrauben oder Nägel aus Möbelstücken ungünstig hervorstehen. Diese sollten erneuert oder entfernt werden, damit das Kind bei einem Stoß nicht schlimmer verletzt wird. Ebenso ist es maßgeblich Schränke auf Standfestigkeit zu überprüfen. Es muss auf jedem Fall das Hochziehen von Kindern sowie etwaiges Wackeln oder Rütteln bestehen können. Auch Schranktüren, Fächer und Schubladen stellen Gefahren dar. Mit magischer Anziehungskraft scheinen diese Schrankutensilien die Kleinsten zu locken, so dass diese mit Vorfreude geöffnet und wieder verschlossen werden. Um hier jedoch Gefahrenquellen einzudämmen sind bestimmte Schubladen- sowie Türsicherungen und Türstopper anzubringen.

Raffinierte Erfindung: pneumatische Türstopper. Die Tür kann weiterhin ungehindert geöffnet und geschlossen werden, jedoch ist ein schnelles Zufallen der Tür beispielsweise bei Durchzug nicht mehr gegeben. Die Türen schließen sanft und verhindert ein Einklemmen von kleinen Kinderfingern oder -händen.

Auch große Glasflächen zum Beispiel in Türen werden von Kindern oftmals nicht erkannt. Daher sollte hier auf eine anderweitige Materialwahl, Splitterschutzfolien oder auf Dekoaufkleber zurückgegriffen werden, damit die Gefahr von den Kindern wahrgenommen werden kann.

Stürze können gefährlich sein

Viele Möbel laden förmlich zum Klettern ein. Dass dies jedoch auch gefährlich enden kann, sollte jedem Elternteil klar sein. Damit Stürze und riskante Unfälle erst gar nicht zustande kommen, sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Damit Fenster nicht selbständig von Kinder geöffnet und ein Sturz aus dem Fenster verhindert werden kann, sollten die Fenster mit speziellen Sicherungen versehen werden. Einige Konstruktionen bieten die Möglichkeit das Zufallen des Fensters bei Durchzug zu verhindern, so dass ein Einklemmen von Kinderhänden ausgeschlossen wird.

Beachten Sie, dass Stühle, Regale, Schränke oder Hocker für die Kinder nicht als Leiter dienlich sein können, um ein Fensterbrett zu besteigen.

Fazit

  • Das Wohnzimmer soll zwar ein gemütlicher Ort sein, dennoch dem Kind Freiraum zum Spielen und Laufen bieten.
  • Gefahrenquellen wie offene Steckdosen, Kabel oder Verlängerungen sollten immer gesichert und keine Stolperfallen darstellen.
  • Elektrische Geräte sollten regelmäßig auf Sicherheit geprüft werden.
  • Fenster und Türen sind zu sichern, damit bei Durchzug Quetschungen oder ähnliche Unfälle vermieden werden können.
  • Schränke, Tische, Regale und Hocker sind keine Kletterburgen – diese sollten nie zu dicht am Fenster stehen.
  • Die Standfestigkeit von Schränken muss zu jeder Zeit gewährleistet sein.

Fotocredit: Rido/Shutterstock.com

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