Zwanzig Monate altes KInd

Ihr Kind im 20. Lebensmonat

Reime und Fingerspiele begeistern die Kleinen in diesem Alter sehr. Das liegt auch daran, dass es schon sehr geschickt mit den Händchen und Fingerchen hantieren kann. Es kann das Bilderbuch schon umblättern, selbst aus einem Glas trinken und alleine mit dem Löffel essen, auch wenn das noch hin und wieder zu heftigen und, zu Mamas Leidwesen, kleckernden Matschereien führen kann. Auch kann Ihr Kind nun auch schon viele Kleidungsstücke allein aus und auch einige wieder anziehen, was für manche kleine Racker zum regelrechten Hobby wird – ebenfalls zu Mamas Leidwesen. Außerdem ist Ihr Kind jetzt in einer Phase, in der Sie kaum mit ihm vorankommen werden, wenn Sie mit ihm rausgehen. Das gemeinsame Spazierengehen wird zu einer Erkundungs- und Spielstrecke. Falls Sie den Kinderwagen dabei haben, wird Ihr Kleines ihn jetzt möglicherweise lieber selbst schieben. Und alles was am Wegesrand zu finden ist, muss untersucht und beaugapfelt werden und Steinchen und Stöckchen sowie fremde Hunde und Treppenstufen werden bei Gelegenheit auch schon mal betatscht und teilweise auch mit nach Hause genommen.

Wenig beliebte Entwicklung

Obwohl Ihr Kleines nun schon gut laufen kann, nahezu täglich etwas neues dazu lernt und Sie es als Mutter oder Vater immer wieder aufs Neue mit Stolz erfüllt, ist es leider auch in weniger wünschenswerter Weise aktiv. Kleine Kinder neigen häufig zum Schlagen, Beißen, Schubsen, Zerren und ähnlichen nervigen Tätlichkeiten. Dadurch kommen sie sich wichtiger vor, außerdem ist es ein wichtiges Experiment: Was passiert, wenn ich Max schlage? Passiert dasselbe, wenn ich Moritz schlage? Lassen Sie sich von diesem Verhalten nicht aus der Fassung bringen. Bleiben Sie ruhig und machen Sie Ihrem Kind klar, dass so ein Verhalten nicht akzeptabel ist, egal wie wütend Sie sind. Keinesfalls sollten Sie Ihr Kind in dieser Situation schubsen – auch nicht um zu demonstrieren, denn vergessen Sie nie: Sie fungieren als Vorbild!

Die Genitalien werden entdeckt

Kleine Kinder interessieren sich ja grundsätzlich für alles. Es gibt kaum Kinder die nicht neugierig sind. Alles was entdeckt wird muss genauer unter die Lupe genommen, untersucht und begrapscht werden. Und so wie die Kleinen mit Füßen und Händen spielen, so beginnen sie jetzt mit ihren Genitalien zu spielen. Das muss Sie nicht beunruhigen – es sei denn, es passiert ununterbrochen. Falls Ihr Kind sich in aller Öffentlichkeit berührt, dann machen Sie keine große Sache daraus. Erklären Sie Ihrem Kleinkind einfach, dass es Dinge gibt, die man nur zu Hause tut.

Der kleine Rockzipfel-Hänger

Die Kinder haben in diesem Alter eine sehr enge Bindung zu seiner Bezugsperson. Wenn Sie – oder eine andere erwachsene Bezugsperson – den Raum verlassen, beunruhigt das Ihr Kind möglicherweise. Um sich sicher zu fühlen, braucht es Ihre Gegenwart. Machen Sie den Abschied leichter, indem Sie Ihrem Kind sagen, dass sie kurz weg sind und dass Sie „nach dem Mittagessen“ oder „vor dem Abendessen“ wieder da sein werden. Ziehen Sie den Abschied nicht unnötig in die Länge: Geben Sie Ihrem Kind einen Kuss und los gehts.

Fotocredit: Elvira Koneva/Shutterstock.com

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