Kinder und Fernsehen

Kinder und Fernsehen

Kinder und Fernsehen – diese beiden Komponenten stellen Eltern immer wieder vor unzählige Fragen und bieten seit jeher Anlass für hitzige Diskussionen. Richtig ist auf jeden Fall, dass es die Mutter und der Vater sind, die die Verantwortung für den Medien-Konsum ihrer Kinder tragen und dass es in ihrem Aufgabenbereich liegt, diesen altersgemäß zu regulieren. Die Knackpunkte „Wie lange?“, „Wie oft?“, „Wann?“ und „Was?“ stellen dabei die häufigsten Probleme dar.

Warum es so schwierig ist, Kinder und Fernsehen perfekt zu organisieren

  • Die meisten Mütter und Väter sind sich nicht bewusst, welche Auswirkungen das Fernsehen tatsächlich auf ihre Kinder haben kann. Sie nehmen einfach hin, dass der Nachwuchs sich vor der Flimmerkiste vergnügt.
  • Oft sind Eltern so sehr mit anderen alltäglichen Dingen beschäftigt, dass sie meinen, gar keine Zeit zu haben, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
  • Wenn Mama und Papa selbst mehrere Stunden vor dem Fernsehen verbringen, wird es nicht leicht werden, die Kinder davon abzuhalten. Immerhin spielt die Vorbildfunktion eine große Rolle.
  • Der negative Zusammenhang zwischen Kindern und Fernsehen rührt oft daher, dass die Erziehungspersonen es als angenehm empfinden, wenn die Kleinen durch das Medium beschäftigt sind. Denn der Nachwuchs verhält sich vor dem Fernseher fast immer ruhig und er eignet sich optimal als „Babysitter“.

Das Fernsehen richtig einsetzen

Natürlich muss man auch die positiven Aspekte in den Vordergrund bringen und darf nicht immer nur das Negative sehen. Kinder und Fernsehen können durchaus in eine gute und sinnvolle Verbindung gebracht werden. Grundlegend dafür ist aber, dass man die Kleinen eigentlich erst dann fernsehen lassen sollte, wenn sie selbst sprechen können. Ist das der Fall, bietet das Fernsehen einige Chancen:

  • Pädagogisch wertvolle Kinderformate fördern die soziale Kompetenz
  • Kinder können im Fernsehen Anregungen und Vorschläge finden, die sie in ihrem eigenen Alltag umsetzen werden
  • Bei größeren Mädchen und Jungen spielt die Kommunikation mit Altersgenossen eine wichtige Rolle – nur wer bestimmte Sendungen gesehen hat, kann auch mitreden und erlangt dadurch einen sozialen Platz

Umso jünger die Kinder sind, desto mehr sollten die Eltern den Fernsehkonsum kontrollieren. Wählen Sie bestimmte Formate gemeinsam mit dem Nachwuchs aus und entscheiden Sie sich für kürzere Fernsehbeiträge. Bieten Sie dem Kind zusätzlich zum Fernsehen noch genügend andere Freizeitaktivitäten an. Sehr empfehlenswert ist es, vor allem zu Beginn zusammen mit den Kindern zu fernsehen.

Fotocredit: komokvm/Shutterstock.com

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