Sechzehn Monate altes Baby

Ihr Kind im 16. Lebensmonat

Nun kann fast jedes Kind einigermaßen sicher an Möbeln entlanglaufen. Wenn es dabei die Schnur eines Zieh-Spielzeugs in die Hand bekommt, wird sich die Aufmerksamkeit auch auf das Teil hinter ihm richten – so lernt Ihr Kleines spielerisch das Gleichgewicht zu halten. Überhaupt nimmt die Geschicklichkeit Ihres Kindes jetzt deutlich zu. Das Kleine will jetzt seine motorischen Fähigkeiten ausbauen: es hämmert gerne Holzstifte durch vorgestanzte Löcher in eine Werkbank, steckt verschieden geformte Klötzchen in passende Öffnungen oder baut aus Klötzchen oder Wackelsteinen kleine Türmchen.

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Der kleine Picasso

Auch der kleine Picasso kommt in Ihrem Kind zum Vorschein: Viele Kinder nehmen jetzt gerne einen Stift zur Hand und kritzeln auf ein Blatt Papier um anschließend ihr Werk zu präsentieren. Leider werden hierzu nicht nur Papierblätter genommen, sondern in einem unaufmerksamen Augenblick auch hin und wieder einmal Wände, Sofas oder andere Möbelstücke zum Kritzeln missbraucht.

Kleiner Muskelprotz

Die Proportionen Ihres Kindes ändern sich während des zweiten Lebensjahres deutlich. Aus dem kleinen Tragling wird nun langsam ein kleiner, sehr beweglicher, aufrecht gehender Mensch. Mit dem aufrechten Gang formt sich auch die Wirbelsäule, was für die weitere Entwicklung von äußerster Wichtigkeit ist. Der Körper wird länger und verliert seine gedrungene babyartige Erscheinung. Der Kopf, der nun im Verhältnis zum Rumpf nicht mehr so groß erscheint, wird aufrecht getragen und die zunehmende Mobilität verändert den Körper Ihres Kindes – er wird kräftiger und muskulöser.

 

Kind im 16. Lebensmonat

Integration als wichtiger Bestandteil des Alltags

Das Kind möchte nun ebenso wie Sie alleine essen. Wenn Sie kleine Häppchen vorbereiten, kann es ohne Ihre Hilfe essen. Trinklerntassen sind nicht unbedingt notwendig, wenn Sie ein kleines Glas oder eine kleine Tasse haben, die das Kind mit beiden Händen gut umfassen und festhalten kann. Geben Sie Ihrem Kleinen Aufgaben, die es erfüllen kann und integrieren Sie Ihr Kind in den Alltag. Wenn beispielsweise das An- und Ausziehen alleine noch nicht klappt, bitten Sie Ihr Kleines, den Arm auszustrecken oder eine Faust zu machen, um leichter in einen Ärmel zu kommen. Kinder brauchen in diesem Alter kaum oder keine Spielsachen. Richten Sie sich bei all Ihren Tätigkeiten darauf ein, dass Ihr Kind mitmachen möchte. Wenn Sie in der Küche sind, lassen Sie das Kleine im Topf rühren oder mit dem Wasser plantschen, arbeiten Sie in der Werkstatt, lassen Sie es Holz stapeln, wird das Auto repariert, kann das Kleine die Schrauben sortieren. Dies sind wichtige Erfahrungen und Schritte für das weitere Lebens Ihres Kindes – Sie tun ihm keinen Gefallen wenn Sie es in Watte packen wollen, es möchte gerne seine eigene Erfahrungen sammeln und das sollte es auch.

Wenn die Gefühle ausbrechen

Manchmal wird Ihr Kleinkind von Gefühlen überwältigt und bekommt einen Wutanfall oder Koller. Ihr Kind kann seine Tränen nicht einfach so stoppen – denken Sie daran, dass es nur einen Weg kennt, Dampf abzulassen. Im Gegensatz zu Ihnen kann es die Wut nicht im Fitnessstudio abbauen. Wenn es also zum Koller kommt, dann seien Sie geduldig und wenden Sie sich Ihrem Kind zu. Bieten Sie ihm Trost an oder lassen Sie es in Ruhe – je nachdem, was Ihr Kind gerade braucht.

Fotocredit: Junial Enterprises, Ana Blazic Pavlovic /Shutterstock.com

Comment ( 1 )

  • Gefaellt mir gut der Blog. Gute Themenwahl.

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