Achzehn Monate altes KInd

Ihr Kind im 18. Lebensmonat

Herzlichen Glückwunsch! Ihr Baby ist nun eineinhalb Jahre alt! Sie haben sich bereits zu einer erfahrenen Mama oder einem erfahrenen Papa entwickelt. Und Ihr Baby? Wenn Sie an den friedlichen kleinen Wurm zurückdenken, der Ihr Kind in den ersten Wochen nach der Geburt war – wie leicht Sie es damals zufrieden stellen konnten. Eine trockene Windel und genug zu essen reichten einst, um das Baby glücklich zu machen. Blicken Sie heute auf ihren Schützling, so merken Sie, wie viel Zeit vergangen ist. Ihr Kind ist ein nicht aufzuhaltender Wirbelwind, vor dem nichts sicher zu sein scheint. Außerdem entdeckt Ihr Kleines gemeinsam mit den Erwachsenen oder größeren Geschwistern nun die Welt der Bücher. Die ersten Bilderbücher werden mit Begeisterung wieder und wieder angeschaut und wiedererkannt. Hier kann der kleine Knirps zeigen, welche Begriffe er sich bereits gemerkt hat.

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Der kleine Wirbelwind

Einige Kinder haben besonders viel Ausdauer, Dinge immer wieder zu wiederholen. Sie lassen wieder und wieder ein Spielzeug herunterfallen und heben es anschließend wieder auf. Es läuft auch inzwischen schon tüchtig in der Wohnung herum und kann vermutlich mit Ihrer Hilfe bereits Treppen steigen, aber nicht nur das, zu Ihrem Leidwesen turnt es nun vermutlich auch auf allen Möbeln herum und Sie müssen ständig dahinter sein, dass es nicht herunterfällt. Wenn Sie Ihr Kleines bis jetzt noch mit Wutanfällen verschont hat, dann ist jetzt vermutlich die Zeit, in der Sie dies beobachten können. Vor allem dann, wenn etwas nicht so klappt, wie sich die Kleinen das vorstellen. Wenn dies zu Hause passiert, ignorieren Sie diese Wutanfälle am besten und verlassen Sie das Zimmer, bis es sich wieder beruhigt hat. Wenn Ihr Kind in der Öffentlichkeit auf die Idee kommt einen solchen Wutanfall zu haben, bewahren Sie unbedingt Ruhe und nehmen Sie das Kind beiseite – und versuchen Sie es – am besten ohne Aufregung – zu beruhigen.

 

Kind im 18. Lebensmonat

Kleine Denker unter uns

Wenn Ihr Kleines einmal eineinhalb Jahre alt ist, wird es beginnen über diverse Dinge nachzudenken, die gerade im Moment nicht da sind. Wenn Sie beispielsweise ein Spielzeug verstecken und es heimlich an einen anderen Ort bringen wird es nicht, wie die Monate zuvor, verwirrt sein, sondern es wird einfach weiter danach suchen. Das Gedächtnis entwickelt sich vor allem zwischen dem 18. und dem 24. Monat enorm weiter.

Die Sache mit dem Teilen

Auch wenn Ihr Kleines gerne in Gesellschaft ist und andere Kinder prima findet, so kann es mit Gleichaltrigen noch wenig anfangen. Das liegt nicht daran, dass es sie nicht mag, sondern viel eher daran, dass Teilen und Abgeben noch nicht besonders beliebt ist bei den Kleinen. Weiters kann Teilen auch nur durch Nachahmung erlernt werden. Zeigen Sie Ihrem Kind gegenüber Großzügigkeit und teilen Sie gern, denn dann wird auch Ihr Kind später gerne teilen. Dies hat also gar nichts damit zu tun ob Einzel- oder Geschwisterkind wie schon so oft behauptet wurde.

Belohnung statt Strafe

Dass positive Dinge weit aus mehr bewirken können als Bestrafung, ist ja, vor allem bei kleinen Kindern, längst kein Geheimnis mehr. Deshalb ist es auch sehr wichtig, dass Sie gerade in diesem Punkt sehr diszipliniert vorgehen. Wenn immer Ihr Kind etwas gut macht, scheuen Sie sich nicht es dafür auch zu belohnen. Dies wird wesentlich mehr Früchte tragen als immer und immer wieder die Aufmerksamkeit auf mögliche, bereits gemachte Fehler und deren Bestrafung zu lenken. So wird Ihr Kleines bald Richtig von Falsch unterscheiden können. Denken Sie auch immer daran ein lebendes Beispiel für das Verhalten zu sein, welches Sie Ihrem kleinen Knirps beibringen wollen indem Sie beispielsweise eine Regel aufstellen, dass Ihr Kleines das Haus oder die Wohnung nicht alleine verlassen darf und bleiben Sie dann auch dabei. Ihr Kind wird sich dieses Verbot auf diese Weise am schnellsten merken.

Fotocredit: Marina Markova, Yaoinlove /Shutterstock.com

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